Feuerbölle

Das Feuerbölle ist eine kleine Heide in einem alten Steinbruchgelände aus dem 19. Jahrhundert. Es zeichnet sich durch eine besonders reiche Vielfalt an Blütenpflanzen aus, die auf magere und trockene Böden angewiesen sind (Halbtrockenrasen).

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Das Gelände liegt auf einem Schlot des “Schwäbischen Vulkans” und hat als Untergrund Vulkantuff, eine wilde Mischung aus Basalt, Gesteinstrümmern und Kristallen.
1866 wurde begonnen, das Material in einem Steinbruch abzubauen, der Betrieb wurde aber bald mangels Rentabilität eingestellt. Das Gelände wurde nun bis weit ins 20. Jahrhundert als Schafweide genutzt. Während dieser Zeit sind die Heidearten eingewandert. Reich bevölkert ist die Fläche auch von etlichen Wildbienenarten, Zauneidechsen und Schmetterlingsarten wie dem Himmelblauen Bläuling.

Hier finden Sie weitere Fotos.

Eines der Sahnehäubchen ist die Gelbe Sommerwurz (Orobanche lutea), von der im Jahr 2011 am Feuerbölle 160 blühende Pflanzen gezählt wurden.

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In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts kam der Schäfer immer seltener vorbei, am Ende gar nicht mehr. Es haben sich dann langsam Gehölze ausgebreitet, die bis 2009 die Hälfte der Fläche beschattet haben. Es hätte nur noch wenige Jahre gedauert, und die botanischen und tierischen Besonderheiten wären verschwunden gewesen. Deswegen hat unsere Ortsgruppe seit dem Winter 2009/2010 begonnen, den Hauptteil der jungen Gehölze zu entfernen. Hier finden Sie Fotos aus dem Jahr vor dem Einsatz.

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Die Aussenböschungen und zwei anschliessende Wiesen werden im Sommer durch Ziegen abgeweidet. Die Heide mit den Halbtrockenrasen mähen wir zeitversetzt dazu im September mit dem Freischneider. Das Mähgut rechen wir zusammen und ziehen es auf Planen aus dem unbefahrbaren Gelände heraus auf die Nachbarwiesen, von wo es ein Landwirt abholt, um es als Einstreu im Stall zu verwenden.

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